Notfälle können das Leben plötzlich erschüttern.
In solchen Momenten bietet die Notfallseelsorge im Kirchenkreis Jülich „Erste Hilfe für die Seele“ – rund um die Uhr, unabhängig von Religion oder Herkunft.
Sie wird gemeinsam von der evangelischen und katholischen Kirche getragen und bei Bedarf durch eine islamische Notfallbegleitung ergänzt.

Notfallseelsorge ist erste Begleitung in akuten Krisen.
Sie arbeitet eng mit Notärzten, Rettungsdiensten, Feuerwehren und Polizei zusammen und unterliegt der Schweigepflicht.
Sie hilft Menschen, die von schweren Ereignissen betroffen sind – z. B.:
Im häuslichen Umfeld
- plötzlicher Todesfall
- Kindstod
- Suizid
- schwere Brände
- Überbringen von Todesnachrichten
- Opfererfahrungen durch Gewalt
Außerhalb des Hauses
- Unfälle
- große Schadensereignisse
Wie Notfallseelsorge begleitet
Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger:
- geben Halt, Orientierung und einen geschützten Raum
- begleiten beim Abschied von Verstorbenen
- unterstützen bei ersten Fragen und Entscheidungen
- vermitteln weiterführende Hilfeangebote
- sind qualifiziert ausgebildet und reflektieren ihre Arbeit regelmäßig
Seelsorge sieht den ganzen Menschen – in Beziehung zu sich selbst, zu anderen und zu Gott.
Wann wird Notfallseelsorge gerufen?
In einer akuten Situation können alle Einsatzkräfte (Notärzte, Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei) sofort Notfallseelsorge hinzuziehen.
Oft geschieht das bereits automatisch durch die Rettungsleitstelle.
Betroffene entscheiden vor Ort, ob sie die Begleitung in Anspruch nehmen möchten.
Auch über die Rettungsleitstelle der Kreise Düren und Heinsberg kann Notfallseelsorge angefordert werden.
Ansprechpartner für die Koordination der Notfallseelsorge im Kirchenkreis Jülich:
Christian Heinze-Tydecks
notfallseelsorge-juelich@ekir.de

