Schutzkonzept

Schutz vor Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt im Kirchenkreis

Der Kirchenkreis Jülich hat ein Schutzkonzept zum Schutz vor Grenzverletzungen und sexualisierter Gewalt entwickelt. Es gilt für alle haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden in Gemeinden, Einrichtungen, dem Diakonischen Werk, Referaten, Diensten und Vereinen.

Menschen schützen – Grenzverletzungen verhindern – Betroffene unterstützen.

Warum ein Schutzkonzept wichtig ist

Die Evangelische Kirche im Rheinland und die EKD setzen sich aktiv für Aufklärung, Prävention und Hilfe ein. Die ForuM-Studie (2024) zeigt, dass sexualisierte Gewalt auch in kirchlichen Kontexten vorkam. Das darf sich nicht wiederholen.

Wir tragen Verantwortung für:

  • Kinder und Jugendliche
  • hilfe- und pflegebedürftige Menschen
  • Menschen in Abhängigkeitsverhältnissen
  • alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden

Schutz ist Teil unseres christlichen Menschenbildes.

Wie das Schutzkonzept entstanden ist

Eine Arbeitsgruppe im Kirchenkreis hat seit 2021 eine Potenzial- und Risikoanalyse durchgeführt und daraus das Schutzkonzept entwickelt. 2024 wurde es überarbeitet aktualisiert und die Gesetzte der EKD angepasst. Gemeinden und Einrichtungen können das Konzept – angepasst an ihre eigene Situation – übernehmen.

Leitsatz unseres Konzeptes: Wahrnehmen – Handeln – Schützen.

Was im Schutzkonzept geregelt ist

1. Prävention

Alle Mitarbeitenden (haupt- und ehrenamtlich), Freiwillige, Praktikant:innen und Honorarkräfte werden geschult – nach der EKD-Initiative „hinschauen – helfen – handeln“. Prävention beinhaltet:

  • Schulungen durch speziell ausgebildete Multiplikator:innen
  • erweitertes Führungszeugnis für alle Hauptamtlichen und die meisten Ehrenamtlichen
  • eine Selbstverpflichtungserklärung
  • Sensibilisierung für Sprache, Nähe, Grenzen und sichere Räume

2. Intervention

Wenn Auffälligkeiten oder schwierige Situationen auftreten:

  • stehen Vertrauenspersonen zur Verfügung
  • sie informieren über Wege, Ansprechpartner und Hilfsangebote
  • anhand des Interventionsplans werden vom Interventionsteam des Kirchenkreises Hinweise geprüft und notwendige Maßnahmen eingeleitet

Der Grundsatz ist eindeutig: Hinsehen, ernst nehmen, handeln.

„Täter dürfen nicht geschützt werden. Opfer nehmen wir ernst. Wegschauen ist keine Option.“
ehem. Vizepräses Christoph Pistorius, 2019

Was uns leitet

Ein gelebtes Schutzkonzept ist ein Qualitätsmerkmal kirchlicher Arbeit. Menschen sollen bei uns spüren:

  • Ihr Vertrauen ist sicher.
  • Sie stehen unter Gottes Schutz.
  • Unsere Einrichtungen sind achtsame, geschützte Orte.

Weitere Informationen

Zum Schutzkonzept (PDF, 9 MB)
Anlagen (PDF)

Ansprechpersonen zum Schutzkonzept

Stabsstelle für Prävention und Interventionsangebote bei Missbrauch

Frau Judith Nottebaum
Am Evangelischen Friedhof 1
52428 Jülich
Telefon: 02461 97 48 32
Telefax: 02461 97 48 911
praevention.juelich@ekir.de
judith.nottebaum@ekir.de

Vertrauenspersonen des Kirchenkreises Jülich

Frau Gabriele Borchers
Leiterin des Psychologischen Beratungszentrums der Evangelischen Gemeinde zu Düren
Wilhelm-Wester-Weg 1, 52349 Düren
Telefon: 02421 188 142
gabriele.borchers@ekir.de

Frau Dagmar Pertz
Fachkraft in der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Erwachsene des Diakonischen Werkes des Kirchenkreises Jülich
Aachener Straße 13a, 52428 Jülich
Telefon: 02461 52655
dagmar.pertz@ekir.de

Herr Dragan Samardzic
Mobile Jugendarbeit / Streetwork Kirchengemeinde Geilenkirchen
Konrad-Adenauer-Str. 83, 52511 Geilenkirchen
Telefon: 0176 36382942
dragan.samardzic@ekir.de