Seelsorge in Einrichtungen

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Seelsorge im Altenpflegeheim

Seelsorge im Altenpflegeheim begleitet alte Menschen, ihre Angehörigen und die Mitarbeitenden. Sie macht erfahrbar: Jeder Mensch behält seine von Gott gegebene Würde – unabhängig von Gesundheit, Alter oder Leistungsfähigkeit.

Seelsorge erinnert daran, dass ältere und pflegebedürftige Menschen geliebt und getragen sind.
Sie widerspricht gesellschaftlichen Vorstellungen, die Lebenswert nur an Gesundheit oder Leistung knüpfen. Altenheimseelsorge ist ein geistlicher Lernort für Kirche und Mitarbeitende.

Viele Menschen im Altenheim leben mit Mehrfacherkrankungen oder demenziellen Veränderungen.
Seelsorge braucht daher:

  • gerontologische Grundkenntnisse
  • eine besondere einfühlsame Haltung
  • klare und respektvolle Kommunikation

Abschied und Sterben

Rund ein Drittel der Bewohnerinnen und Bewohner stirbt innerhalb eines Jahres im Heim.
Die Seelsorge:

  • begleitet Sterbende und Angehörige
  • hilft Bewohnerinnen, Bewohnern und Mitarbeitenden beim Abschiednehmen
  • bietet Raum zur Trauer und Verarbeitung – individuell und in Gruppen

Gottesdienste und Spiritualität

Regelmäßige Gottesdienste machen spürbar:
Die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Glaubenden bleibt.

Seelsorge ermöglicht:

  • Gottesdienste im Haus
  • regelmäßige Feier des Abendmahls
  • geistliche Angebote bei jahreszeitlichen Veranstaltungen
  • Stärkung von Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitenden durch Segen und Zuspruch

Einzelbegleitungen

Seelsorge nimmt sich Zeit – dort, wo im Alltag oft wenig Raum ist:

  • Begleitung beim Einzug
  • Gespräche mit akut Erkrankten
  • Unterstützung bei Einsamkeit, Trauer, Krisen oder biografischen Themen
  • Halt in depressiven Phasen
  • Umgang mit Verlusten und Abschieden

Krankenhausseelsorge – Nah bei den Menschen

Seelsorger und Seelsorgerinnen im Krankenhaus sind da – offen, aufmerksam, authentisch.
Für Patientinnen und Patienten, für Angehörige und für Mitarbeitende — gleich welcher Religion oder Konfession und unabhängig von einer Kirchenzugehörigkeit.
Sie besitzt Fachkompetenz für unterschiedliche Krankheitsbilder, die in den jeweiligen Krankenhäusern begegnen.

Krankenhausseelsorge bietet an über das zu sprechen, was bewegt, und nimmt sich Zeit,

  • wenn Angehörige Unterstützung brauchen,
  • wenn in medizinisch-ethischer Diskussion nach theologischen Standpunkten gefragt wird,
  • wenn Mitarbeitende immer wieder Grenzsituationen und seelisch Belastendes erleben

Zeichen der Zuwendung Gottes

Sie ist da, damit gerade in dieser Zeit im Krankenhaus die Zuwendung Gottes spürbar wird. Sie feiert gemeinsam Gottesdienst und Krankenabendmahl. Hier besteht die Möglichkeit zur Ruhe zu kommen und sich mit der Situation, mit sich selbst, mit anderen und mit Gott auseinander zu setzen, und Trost und Stärkung leibhaftig zu erfahren.

Gesprächskreis

Sie ermöglicht in Gesprächskreisen den Austausch mit anderen und fördern so die Erfahrung von Gemeinschaft.

Gefängnisseelsorge – Seelsorge hinter Mauern

Die Seelsorgenden in der JVA Heinsberg sind da für männliche Jugendliche zwischen 14 und 24 Jahren.

Die Gefängnisseelsorge begleitet die jungen Menschen in ihrer Auseinandersetzung mit ihren Straftaten und fragt mit ihnen gemeinsam nach Gründen und Ursachen, nach eigenen Fehlern, nach Schuld und Schuldigwerden und unterstützen sie für die Zukunft bei einem straffreien Leben.

Gefängnisseelsorge:

  • begleitet sie bei ihren Fragen und dem Suchen nach Antworten
  • ermöglicht ihnen telefonische Kontakte zu den Angehörigen.
  • Ist ein fairer Gesprächspartner/eine faire Gesprächspartnerin
  • geht vorurteilsfrei auf die jungen Menschen zu und gibt ihnen Hilfestellung, ihre Lebensfragen zu beantworten.
  • Wendet sich ihnen zu, unabhängig von ihrer Religion und ihrer Glaubenszugehörigkeit.

Das Ziel ist, mit ihnen gemeinsam die Gefängnismauern zu überwinden und ihnen bei einem straffreien Leben draußen vor der Mauer zu helfen.